Haut, am leschten Deel vun menger Guernsey-Trilogie, gi mer iwwer d’Insel spadséieren. Guernsey ass e Paradäis fir Naturfrënn.
Heute, im letzten Teil meiner Guernsey-Trilogie, nehme ich Euch mit auf eine Wanderung durch atemberaubende Landschaften und zu interessanten Sehenswürdigkeiten. Viele Touristen Guernsey’s besuchen die Insel gerade wegen der wunderschönen, oft noch intakten Natur im Landesinneren und an den spektakulären Küsten. Wassersport, Wandern, Vögel beobachten, Fahrradfahren, … die Insel ist ein Paradies für Abenteuerlustige.
Wir wollten uns Fahrräder ausleihen, haben es dann aber sein lassen und sind viel gewandert.
Wunderschön fand ich unsere Wanderung rund um den St. Saviour Reservoir, in etwa 1 1/2 Stunden zu machen, auch mit Kindern. Auf speziell angelegten Schilf”betten” finden sich viele Vogelarten zum Futtern ein.
Der Wald rund um den Stausee hat mich mit seiner Blumen- und Baumvielfalt an einen Märchenwald erinnert und sogar die Kids fanden Gefallen an dem Spaziergang, denn es gab immer etwas zu entdecken.
Ein andermal haben wir den äußersten Südwesten der Insel erkundet, ab “La Lague” über die Klippen zur Portelet Beach, dann über die Hügel zurück bis zum Hotel Imperial, ein etwas in die Jahre gekommenes Hotel direkt an der Küste, in dessen Restaurant es vorzüglich zu essen gab. Hier ein paar Bilder:
Unterwegs trafen wir immer wieder auf leerstehende, zerfallene Gewächshäuser. Ich glaube, die Zeiten, in denen der Tomatenanbau einer der wichtigsten Wirtschaftsgrundlagen in Guernsey war, sind vorbei. Ich habe gelesen, dass, als die EU begann, die Massenproduktion in den Niederlanden zu subventionieren, die Guernsey-Tomaten nicht mehr konkurrenzfähig waren.
Aber auch das ist Guernsey: fast leere Strände, so weit das Auge reicht. Die Kinder hatten schnell ihren Lieblingsstrand ausgemacht: Cobo Beach. Merlanne Junior hat sich seinen Neoprenanzug, den wir im Strandladen gekauft hatten, übergezogen und ging seinem Hobby “Wellenspringen” nach, Mademoiselle ließ sich gemütlich zum Lesen und Sonnentanken in den Sand nieder und Monsieur Merlanne und ich genossen ein kühles Bierchen auf der Terrasse vom Cobo Bay Hotel oder dem Rockmount Restaurant (super sympathisch und sehr gutes Essen).
Oh, fast hätte ich es vergessen: Tea Time im Cobo Beach Tea Room, das dürft Ihr Euch nicht entgehen lassen. Ihr kennt ja mein Faible für “tea with clotted cream” und “scones”. Nun, hier gibt es nicht nur himmlische Scones sondern auch absolut famose Kuchen und Torten und traumhaft gute heiße Schokolade. Mademoiselle und ich haben es genossen und hätten am liebsten dort unsere Zelte aufgeschlagen.
Es gäbe noch so viel zu erzählen und zu zeigen: Lihou Island, das Wrackmuseum Fort Grey, Sausmarez Manor, vielen Bunker und Wachtürme aus dunklen Besatzungszeiten im Zweiten Weltkrieg und, und, und… Nun, vielleicht habe ich Euch ja Lust gemacht, wer weiß, selbst einmal in Guernsey auf Entdeckungsreise zu gehen? Uns hat es auf jeden Fall sehr gut gefallen.
Lasst es Euch gut gehen!


