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MakroMontag

Blumen, Makrofotografie

Rosé (Makromontag)

Februar 12, 2018

D’Welt duerch de rosaroude Brëll kucken, dat ass eigentlech net sou meng Saach. Haut maache mer awer mol eng Ausnam, ëmmerhin gëtt des Woch Valentinsdag gefeiert, an do ass “rosé” d’Faarf vum Dag.

(Post enthält unbeauftragte und unvergütete Werbung)

Die Welt durch die rosarote Brille sehen, das ich eigentlich nicht so mein Ding. Doch machen wir heute mal eine Ausnahme, immerhin feiern wir ja am Mittwoch Valentinstag und an so einem Tag ist die Farbe “rosé” sicher nicht fehl am Platze.

Diese hübschen kleinen Rosen wollte ich eigentlich letzte Wochen wegschmeißen, da sie welk geworden waren und ich die Vase mit frischen Blumen füllen wollte. Doch, wie so oft, konnte ich mich dem Reiz der welken Schönheiten nicht entziehen.

Wer hat nicht schon mal geschenkte Rosen kopfüber aufgehängt, um sie für die Ewigkeit aufzubewahren, als Erinnerung an einen lieben Menschen, an ein schönes Fest oder einen bedeutungsvollen Tag? Rosen welken einfach wunderschön. Die Blütenblätter kräuseln sich zart und rascheln bei jeder Berührung. Nun, wenn ich ehrlich bin, wanderten meine “Souvenirs” dann doch irgendwann einmal in den Mülleimer, zudem sie mit der Zeit verblassten und Staub ansammelten, wie so manche Erinnerung eben auch.

Mmmm, wenn ich mir dieses Bild so anschaue, dann bekomme ich Hunger auf ein paar “rosé”-farbene Macarons. Schade, dass gerade keine im Haus sind.

Übrigens habe ich gelesen, dass eine rosa Blume auf das menschliche Auge zart und unaufdringlich wirken soll. Durch das Verschenken einer “rosé”-farbenen Rose drückt man demnach zärtliche Liebe und damit verbundene Zurückhaltung aus. Ach, ist das romantisch!

An Valentinstag übermorgen werden wieder Millionen Rosen über den Tresen der Blumenhändler gehen. Nicht vergessen, Ausschau nach “fairtrade”-Rosen zu halten (#sayitwithfairtrade)!

Ich weiß nicht, welchen Namen mein Rose hier trägt, aber wusstet Ihr, dass es auch Frauenrechtlerinnen gewidmete Rosenzüchtungen gibt? So gibt es z.B. eine rote duftende Strauchrose benannt nach der kanadischen Frauenrechtlerin Adelaide Hoodless. Eine andere Strauchrose wurde 2014 zum 100. Bestehen des Luxemburger Roten Kreuzes der Mitbegründerin Aline Mayrisch gewidmet. Und natürlich darf eine Rose mit dem Namen “Olympe de Gouges” nicht fehlen, benannt nach dem Pseudonym von Marie Gouze, die 1791 die “Déclaration des Droits de la Femme et de la Citoyenne” verfasste und, wie konnte es anders sein zu der Zeit, 1793 durch die Guillotine hingerichtet wurde.

Und das war’s dann auch schon zum heutigen “MakroMontag”. Lasst es Euch gutgehen!

Claudine

Weitere Rosen”posts” gibt es hier:

Rosige Zeiten

La vie en rose

Im Namen der Rose

Rosen im Winter

 

Makrofotografie, Natur, Weihnachten

Märchenhafte Lärche

Januar 8, 2018

 

An eisem Gaart steet eng al Melês, net schéin awer dofir voller Geheimnisser. Heiansdo froen ech mech, wat si géing erzielen, wann se da schwätze kéint.

Gestern haben wir, ganz traditionsgemäß nach “Dreikönigstag“, den Weihnachtsbaum abgebaut, alle Weihnachtsdekorationen wieder in die Kisten geräumt und auf den Dachboden gestellt, wo sie auf ihren nächsten Einsatz in elf Monaten harren.

Anstatt eines Adventskranzes hatte ich vier schöne bordeauxfarbene Kerzen mit Naturmaterialien aus dem Garten in Szene gesetzt. Dazu gehörten auch ein paar Lärchenzweige und Zapfen, die dann nach unserer Raumaktion übrigblieben. Als Dankeschön für ihre Bereitschaft, zur Weihnachtsdekoration beizutragen, habe ich sie für den heutigen MakroMontag porträtiert.

Lärchen sind, wie man im botanischen Jargon sagt, einhäusig getrenntgeschlechtig, was nichts anderes  bedeutet, als dass sich an einem Baum männliche wie weibliche Zapfen befinden. Die großen Zapfen auf den Bildern sind demnach die “Weibchen”, die männlichen Zapfen sind kleiner und unscheinbarer.

Die dünnen Zarten Ästchen sind, wie vieles in unserem Garten, von Flechten übersät. Ich finde, das sieht unter dem Makroobjektiv irgendwie märchenhaft, geheimnisvoll aus. Aber wie ihr ja schon öfters hier lesen konntet, haben Flechten das Talent, mich immer wieder total zu verzaubern.

Der alte Baum im Garten ist eigentlich nicht schön, zumindest nach meinem ästhetischen Empfinden, insbesondere jetzt im Winter, wo er, als einer der ganz wenigen Nadelbäumen, seine Nadeln abgeworfen hat, was ihn nackt und grau ausschauen lässt. Und dennoch würde ich ihn nimmer fällen, denn es ist mein Freund aus Kinderzeiten. Zu Zeiten, als meine Großeltern noch hier lebten, stand eine Schaukel unter der Lärche. Die Lärche spendete im Sommer einen wohltuenden Schatten und ich schaukelte mit ihren filigranen Ästchen um die Wette.

So, ich hoffe der erste MakroMontag im Jahre 2018 hat Euch gefallen. Ich bin froh, dass ich nach langer Pause wiederentdeckt habe, wieviel Spaß das Beobachten der Natur mit dem Makroobjektiv bereiten kann. Nicht zuletzt haben mich die Worte meiner lieben Freundin aus Mainzer Studientage, die den MakroMontag, mit dem sie bei einer guten Tasse Kaffee immer die Woche begonnen hat, vermisst, motiviert, mich wieder auf die Suche nach den “kleinen Wundern der Natur” zu machen. Danke, liebe Susanne und einen guten Start in die neue Woche!

Claudine