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Ananas

Kulinarisches

Karamellisierte Ananas mit Vanillejoghurt – ein Dessert mit Urlaubsfeeling

April 23, 2016

 

Et schéngt Zäit vun der Ananas ze sinn, well mir hunn ewell schonns e puermol eng an eisem “Grénge Kuerf“, deen all Woch geliwwert gëtt, gehat. Dat ass dann och eng wonnerbar Geleenheet fir e gudden Dessert.

Es scheint Erntezeit für die Ananas zu sein, denn die letzte Zeit befindet sich öfter eine frische Ananas im “Grénge Kuerf“, der Bio-Abo-Kiste, die wir jede Woche geliefert bekommen. Das freut mich natürlich sehr, denn ich liebe die frische Süße der Frucht mit dem grünen Haarschopf.

Normalerweise gibt es ja hier während der Woche kein “aufwändiges” Dessert, eher ein Stückchen Schokolade und das war’s dann. Doch die Ananas hatte mich die ganze Zeit so angelacht und so gab es diesmal an einem ganz normalen Wochentag ein köstliches Dessert.

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Ananas ist eine meiner Lieblingsfrüchte: zu Ostern gab es Ananastörtchen und wenn ich Biskuitkuchen backe, dann wird er meistens mit Ananasstückchen aus der Dose belegt.

Diesmal habe ich die Ananas karamellisiert und mit Vanillejoghurt angerichtet. Man sagt ja, Ananas sei ein echter “Fettkiller” und auch wenn das nicht stimmt, so wage ich dennoch zu behaupten, dass dieses leichte, fruchtige Dessert genau das Richtige ist als Abschluss von einem üppigen Sonntagsessen. Auf jeden Fall kommt bei der Kombination Ananas und Vanille ein gewisses “Urlaub auf der Insel”-Feeling auf und das brauchen wir hier, denn nach den letzten sonnigen warmen Tagen sind die Temperaturen wieder drastisch gesunken und die Wolken geben der Sonne keine Chance. So ein April-Wetter aber auch!

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Doch bevor ich Euch das Rezept verrate, hier noch die letzten News betreffend “merlanne”: ich hab’s getan – “merlanne” ist jetzt auch auf Instagram. Lange habe ich mich dagegen gesträubt, aber vorgestern nachmittag hat mir Merlanne Junior gezeigt, wie das geht und tja, irgendwie macht es Spaß und die guten Vorsätze, nicht bei noch so einem “social media” einzusteigen, sind futsch. Schaut’ mal rein und herzlich willkommen in der Insta-Welt von “merlanne”.

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Doch jetzt zum Rezept vom “Karamellisierten Ananas mit Vanille-Joghurt”:

Zutaten:

  • 1 Bio-Ananas
  • ca. 200 g Zucker
  • 1 Vanillestange (am besten Bio)
  • 150 g Bio-Vanille-Joghurt
  • Saft einer Zitrone
  • etwa 50 ml Rum
  • ein paar Pfefferminzblättchen für die Deko
  • 150 ml Wasser

Schält die Ananas, entfernt den Strunk und schneidet sie in längliche Stückchen. Nun den Zucker in eine Pfanne geben und bei großer Flamme etwa 5 Minuten karamellisieren. Schneidet die Vanillestange in zwei Hälften und gebt sie zum Zucker. Dann etwa 150 ml Wasser angießen, umrühren und die Ananasstückchen zugeben. Die Ananasstückchen unter Rühren karamellisieren lassen (ca. 5 Minuten) und aus der Pfanne nehmen. Danach gebt Ihr den Zitronensaft und den Rum zum Zucker in die Pfanne und lasst den Saft etwas verdampfen. Richtet die Ananasstückchen in Schälchen an, gebt einen Klecks Vanille-Joghurt dazu und verteilt den Saft darüber. Mit einem Pfefferminzblättchen dekorieren.

Gudden Appetit!

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Kulinarisches

Ananas-Törtchen für den Osterbrunch und eine Gewinnerin

März 11, 2016

 

Leeft iech bei deem Ubléck net och d’Waasser am Mond zesummen? Mir schonn, mee ech weess jo och wéi se schmaachen.

Bei diesem Anblick läuft einem doch das Wasser im Munde zusammen, oder nicht? Mir ja, denn ich weiß wie sie schmecken, die Ananas-Törtchen aus Donuts-Teig.

Wie ich schon öfter erzählt habe, bestimmt meist der Inhalt der allwöchentlichen Bio-Obst+Gemüsekiste, was in unserer Küche zubereitet wird. Und da letzte Woche eine frische Ananas dabei war, habe ich dies bei meinen Überlegungen zu einem Dessert fürs Osterbuffet zur Kenntnis genommen. Herausgekommen sind diese “luftigen” Törtchen, eine Kombination aus Donuts und Muffins. Sie haben den Test bestanden (es sind keine mehr da!) und dürfen Ostern die Gäste erfreuen. Vielleicht mit einer Vanillesoße und einer Kugel Vanilleeis, um das Dessert noch etwas festlicher zu gestalten.

Für den Teig habe ich einen Donuts-Teig ausgesucht, da er so richtig “fluffig” ist und mich an die Ananas-Biskuittorten meiner Tante erinnert. Auf die Fruchtstückchen kommt ein Zuckerguss mit Rum, das lässt die Törtchen schön glänzen.

 

Ananas

Für den Teig werden alle trockenen Zutaten in einer großen Schüssel vermischt. In einer anderen Schüssel die Mandelmilch mit dem Saft, dem Vanilleextrakt und dem Ei verrühren. Die Flüssigkeit in die Schüssel mit den trockenen Zutaten gießen und alles locker verrühren.

Nun in einem kleinen Topf den Guss vorbereiten. Dafür die Butter schmelzen, den Zucker sowie den Rum hinzugeben und etwa 2 Minuten köcheln lassen ( der Guss sollte dickflüssig sein). In jedes Tortenförmchen eine dünne Schicht Guss geben. Darauf dann die Ananasstücken und die Heidelbeere legen. Zum Schluss die Förmchen zu 3/4  mit Teig füllen.

Setzt das Backblech in den auf 180° C vorgeheizten Backofen und lasst die Törtchen etwa 15 Minuten backen. Aus dem Ofen nehmen, abkühlen lassen und vorsichtig aus der Form nehmen.

Mit etwas Vanillesoße und einer Kugel Eis servieren.

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Ananas bringt sofort etwas Exotik auf den Tisch und der herrlich fruchtig süß-saure Geschmack verspricht Sonne satt. Die strahlte auch während des Backens durchs Küchenfenster und ließ meine Stimmung in Nu steigen.

Die Ananas selbst ist ebenfalls ein Stimmungsaufheller: durch das natürliche Vanillin und dem Neurotransmitter Serotonin werden der Ananas eine “euphorisierende” Wirkung zugeschrieben und das kann ich, nach dem Genuss der Törtchen, nur allzu gut bestätigen.

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Die gelbe Frucht mit dem Blattschopf kommt ursprünglich aus Südamerika und ihren Namen hat sie vom Begriff naná für Frucht in der Guaraní-Sprache. Wir verdanken Kolumbus die Ananas, der sie während seiner zweiten Reise in die Neue Welt auf Guadeloupe entdeckte. Die Einheimischen schenkten ihm Ananasfrüchte und hießen ihn damit willkommen.

Als Kind kannte ich die Ananas hauptsächlich aus der Dose, eine frische Frucht kam recht selten auf den Tisch. Es gab Ananas aus der Dose auf der schon oben erwähnten wunderbaren “Biscuitstaart” meiner Tante, im Tuttifrutti-Dessert meiner Mutter und bei den Pfadfindern im frischen Ananas-Quark-Dessert. Als ich älter war, durfte ich beim “Chinesen” als Dessert die flambierten Ananasscheiben (natürlich auch aus der Dose) nehmen. Das damals ganz “trendige” Toast Hawai galt in meinem Umfeld als Ausgeburt des schlechten Geschmacks, aber ehrlich gesagt, ein gut gemachtes Toast Hawai finde ich gar nicht so schlecht (das nennt man jetzt “outen”, oder?).

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So, jetzt aber genug Ananas. Ich muss ja noch die Gewinnerin der Verlosung vom letzten Dienstag bekannt geben. Diesmal konnte mir mein lieber Lottoelf (ich nehme das mal als männliches Pendant zur Lottofee) nicht assistieren, da er in der Schule war. So habe ich mir mit dem Rest der Ananas ein wundervolles Smoothie zubereitet (nach dem Rezept vom Blog “Narin’s World of Taste“), kleine Lose gebastelt und die glückliche Gewinnerin gezogen. Keine goldenen Ananas, sondern zwei echte “merlanne”-Ostertaschen hat gewonnen … Andrea Patz. Gratulation, liebe Andrea! Schreibe mir schnell Deine Adresse und dann können die Taschen sich auf den Weg machen, damit Du sie noch vor Ostern füllen kannst!

Den anderen Leserinnen, die mitgemacht haben, sage ich vielen, vielen Dank. Euren Wünschen zum Frauentag kann ich mich nur anschließen.

Habt ein gutes Wochenende!

Claudine