Flohmarkt, Luxemburg

Flohmarktliebe

Mai 21, 2019

D’Saison vun den Vide Greniers dobaussen ass nees un. An ëmmer fannen ech eppes Flottes fir mat heem ze huelen.

Flohmärkte üben schon seit meiner frühesten Jugend eine starke Anziehungskraft auf mich aus. Neben botanischen Gärten liebe ich es, auf Reisen Trödelmärkte aller Art zu besuchen, wenn denn gerade einer in der Gegend stattfindet und ich habe auch schon so manches Kuriosum mit nach Hause gebracht. So empfängt z.B. in unserem Flur eine große afrikanische Holzfigur, die ich Mitte der 90ziger in Amsterdam ergattert hatte, die Besucher. Im Winter dient sie Monsieur Merlanne als praktische Mützenablage.

Auch in Luxembourg-Stadt hat die Flohmarkt-Saison angefangen. Ab April bis zum Oktober findet jeden 1. Sonntag des Monats der große “Vide Grenier” (frei übersetzt: Leerräumen der Dachböden) auf dem hauptstädtischen Rathausplatz statt. Wir Merlanne’s haben auch schon mal unseren Stand dort aufgebaut und wer weiß, vielleicht versuchen wir’s ja auch dieses Jahr wieder, einen Platz zu ergattern. Bis dahin lasse ich es mir aber nicht entgehen, soweit ich die Zeit dazu finden, dem sonntäglichen “Vide-Grenier” einen Besuch abzustatten und fast jedes Mal wandert das eine oder andere Vintage-Teil in meine Einkaufstasche.

Sehr zurücknehmen muss ich mich beim Anblick von schönen Stoffen oder alten Stickereien und Spitzen. Sofort beginnt das Kopfkino und ich male mir aus, was ich alles daraus nähen könnte. Schnell weitergehen ist da mein Rat, denn in den Regalen im Nähzimmer wartet noch genug Material darauf, verarbeitet zu werden.

Madmoiselle Merlanne begleitet mich auch hin und wieder auf den “Beutezügen” und da wird dann bei jedem Kleiderständer Halt gemacht und gestöbert. Für das eine oder andere schöne Teil reicht das Taschengeld immer.

Merlanne Junior interessiert sich mehr für Computerspiele, Mangas oder CD’s, von denen man auf solchen Räumungsverkäufen in Hülle und Fülle finden kann.

Neben Stoffen verliebe ich mich dann auch gerne mal in Vasen, Tassen und Keramik aller Art. Diese Sachen finden oft den Weg auf meine Blogbilder (wie z.B. die mit kleinen Perlen umwickelte Löffel) und Vasen kann man sowieso nie genug haben.

Diese bezaubernde Vase der britischen Keramikdesignerin Susan William-Ellis ist meine letzte Errungenschaft. Für 4 € ein wahres Schnäppchen. Jetzt haben die Rosen aus dem Garten ein neues Zuhause.

Ebenfalls “made in England” ist diese süße Espresso-Tasse mit dem Ziegenhirten aus Lugano (zumindest heisst so die Porzellanserie, so dass ich einfach mal annehme, dass es sich auf den Bildern um Landschaften um Lugano handelt). Ich bin mir sicher, dass dieses Schätzchen für 50 cent bald auf einem Blogbild eine Rolle spielen wird.

Die Frauen meiner Familie lieben Stofftaschentücher, insbesondere wenn sie so edel daherkommen wie die hier aus einer Weberei aus Barcelona. Für 2 € haben sie Anfang Mai die Besitzerin gewechselt.

Halstücher und Schals sind auch so ein Ding, von denen ich nie genug haben kann und wenn sie dann auch noch in meiner Lieblingsfarbe blau daherkommen, kann ich schwerlich Nein sagen. 5 € war dieser Schal mir allemal wert und ich trage ihn die letzten 2 Wochen fast täglich.

Es macht Spaß, an den Ständen nachzufragen, wem die Sachen früher gehört haben, wieso man sich nun davon trennt, ob es ein Geschenk oder ein Urlaubsmitbringsel war … irgend eine Geschichte haben Flohmarktfunde immer zu erzählen.

Mögt Ihr sie auch so gerne, die Trödelmärkte? Was waren Eure Lieblings-Trödel-Exemplare?

Ich wünsche Euch eine gute Woche! Lasst es Euch gutgehen!

Claudine

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