Kulinarisches

Sauerampelszopp – aus Großmutters Rezeptebuch

Mai 12, 2016

 

En huet elo Saison, den Sauerampel. Um Maart ginn jonk Blieder vum sauere Kraut verkaf an bei eis am Gaart wiisst et wéi well. Dat ass déi richteg Zäit fir nees emol en Rezept vun der Boma erauszekromen: déi gutt Sauerampelszopp.

Er hat jetzt Saison, der Sauerampfer. Auf dem Markt werden junge Blätter des sauren Krautes angeboten und in unserem Garten wächst es wie wild. Da dachte ich, dass es mal wieder Zeit ist, eines der Rezepte meiner lieben Großmutter hervorzuholen und nachzukochen: die wirklich wundervolle “Sauerampelszopp” (Sauerampferlsuppe).

Man könnte ja meinen, dass eine Suppe die, genau wie der Name es schon erahnen lässt, sauer schmeckt, nichts für Kinder ist. Nun, ich bin der lebende Beweis, dass dem nicht so ist, denn immer wenn die “Boma” Sauerampfersuppe gekocht hat, war ich absolut happy. Auch schon damals hat sie das Kraut im Garten geerntet und ich habe mir immer Blätter gepflückt und roh gegessen.

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Sauerampfer ist ein wild wachsendes Kraut, das zu den Knöterichgewächsen gehört und aus Europa stammt. Charakteristisch sind die langen, pfeilförmigen Blätter, die an Spinat erinnern.In unsere Wiese wächst der Wiesensauerampfer wild und im Hochbeet steht ein ganzer Stock, von dem man ab April bis November ernten kann. Das ausgeprägte säuerliche Aroma bekommt der Sauerampfer durch den hohen Gehalt an Oxalsäure, weshalb man auch nicht zu viel davon essen sollte.

Für mein Rezept ist also alles im Garten vorhanden: zwei Handvoll Sauerampfer und ein Strauß Kerbel habe ich mir gepflückt. Die hübschen Vergissmeinnicht sind dann später für die Tischdeko.

Neben der Oxalsäure enthält der Sauerampfer sehr viel Vitamin C. Man kann ihn als Salat servieren oder aber wie Spinat dünsten und mit Rahm anrichten (passt super zu Fisch). Oder aber man kocht sich ein leckeres Süppchen, wie die “Boma“.

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Hier also das Rezept:

Download: Sauerampelszopp

Sauerampelszopp

 Das Süppchen hat genauso geschmeckt wie “bei Oma”. Probiert es mal aus!

Gudden Appetit!

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16 Comments

  • Reply Evi1M4chine Mai 22, 2020 at 14:38

    Also d’ Ketty Thull mecht dei mat Eegiel a Räismiel (virdru verréiert) gebonnen. Eegiel as och mei gesond. D’ Räismiel gif ech duerch eng oder.méi mieleg Gromperen ersetzen. Mat der Enn get daat dann vill mei gesond. (Manner kuerz Kohlenhydrater, mei verzweigender, also fiir d’ Leptin-Resistenz ze vermeiden.)

    Ech sin aawer definitv fiir mei Room. 🙂
    Se soll richtgeg chremeg gin.
    Also fläicht d’ Eegiel an de Room opschloen, oder d’ Zopp veloutéieren.

    Daat gett e Luxus. 😉

    • Reply merlanne Mai 22, 2020 at 21:31

      Kléngt gutt. Merci fir den Tipp. 🙂

  • Reply undiversell Mai 18, 2016 at 10:55

    Meine Oma hat auch immer Sauerampfersuppe gekocht. Lange ist das her! Dein Rezept inspiriert mich, dass auch einmal zu probieren. Danke dafür. LG Undine

  • Reply Hartmut FAlk Mai 14, 2016 at 12:08

    Gut, dass Du mich daran erinnerst. Der frische Sauerampfer ist da! Sofort zum Markt und kaufen. Und dann die leckere Sauerampfersuppe ( bei Dir heißt sie ja “Sauerampelzopp” ) kochen & genießen. LG Hartmut

    • Reply merlanne Mai 14, 2016 at 12:09

      Gerne geschehen. Freut mich dass ich dich inspirieren konnte.
      LG
      Claudine

  • Reply RAUMiDEEN Mai 13, 2016 at 22:21

    Sauerampferlsuppe, klingt gut und bei dem kühlen und regnerischen Wetter ist eine Suppe immer willkommen!
    Ich wünsche Dir ein schönes Wochenende.
    Herzliche Grüße
    Cora

    • Reply merlanne Mai 14, 2016 at 08:36

      Dir auch ein schönes Wochenende, trotz Suppenwetter.
      Liebe Grüsse,
      Claudine

    • Reply Evi1M4chine Mai 22, 2020 at 14:40

      Ist auch im Frühling wenns warm ist sehr lecker! Die frische Säure, etwas frische Sahne, und ein leckeres Chiabatta, vielleicht zu Croutons geröstet …

      Ich frage mich, ob die auch gekühlt schmeckt.

  • Reply Vicky Mai 13, 2016 at 17:17

    Daat as meng Lieblingszopp, déi as richteg lecker genau sou huet meng Mamm se och ëmmer gemaach! Ëch gin elo direkt an den Gaart Sauerrampel plécken an maachen eis déi fir den Owend, bei deem sabelechen Wieder as esou eng Zopp wonnerbar. An deng Fotoen sin ërem genial! Léif Gréiss

    • Reply merlanne Mai 13, 2016 at 20:05

      Merci Vicky. Et schéngt mir, wéi wann eis Mammen a Bomen déi Zäit all dat selwecht gekacht hunn. Dat wor an ass jo awer och e richteg gudde Kascht. Hun iwregens déi lescht Woch däi Blog entdeckt 🙂
      Léif Gréiss,
      Claudine

  • Reply blumenfrau Mai 13, 2016 at 11:50

    Hui, da bekomme ich Hunger. Sauerampfer und Blutampfer habe ich auch im Garten. Da könnte ich ja auch mal … schnip schnap. Wunderschöne Bilder hast du dazu beigefügt – das macht echt riesen Appetit. Der Name Boma gefällt mir, den muss ich mir merken! Danke fürs Zeigen … Liebe Grüße Marion

    • Reply merlanne Mai 13, 2016 at 12:13

      Wir nannten sie sogar Boma Maus. Sie konnte super kochen und backen und wir leben jetzt in ihrem Haus mit ihrem schönen Garten. Was für ein Glück.
      Liebe Grüsse,
      Claudine

  • Reply Nunu Mai 13, 2016 at 10:43

    Das klingt verlockend.ich freue mich auch immer wieder über die neuen Wörter, die ich bei dir lerne. Heute: Zopp!!!
    Liebe Grüße
    Nunu

    • Reply merlanne Mai 13, 2016 at 11:38

      Smile! Und ich freue mich immer wieder, dass die Luxemburger Sprache so manchen schmunzeln lässt :-).
      Liebe Grüsse zurück,
      Claudine

  • Reply Karo-Tina Aldente Mai 13, 2016 at 10:22

    Das ist ein Suppenrezept nach meinem Geschmack. 🙂

    Inspirierte Grüße aus dem Garten. 🙂

    • Reply merlanne Mai 13, 2016 at 10:29

      Das freut mich. Steht auch Sauerampfer in Deinem Garten?
      Liebe Grüsse,
      Claudine

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