Kulinarisches

Rose des Gemüsegartens (Chou de Bruxelles)

November 13, 2015

Wéi ass et mat Iech, gehéiert Dir zu deenen déi sech nëmmen beim Gedanken un si schudderen oder deenen, déi es net genuch vun hinne kréien, de Brockelcher, wéi mir se hei nennen? Also ech gehéieren zu der zweeter Kategorie.

Bei diesen Kohlröschen scheiden sich die Geister, die einen lieben sie, den anderen läuft ein Schauder über den Rücken beim bloßen Gedanken an Brockelcher, wie wir sie hier in Luxemburg nennen.  Bei uns ist es nicht anders, Monsieur Merlanne und ich können nicht genug davon haben, die Kinder rümpfen angeekelt die Nase. Das hält mich jedoch nicht davon ab, dass jetzt, wo der Rosenkohl Saison hat, öfter die süßlichen Röschen auf dem Tisch landen.

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Es ist immer wieder ein Glück, einen Gemüsegarten sein Eigen nennen zu können und somit frisches Gemüse zu haben. Vom Garten auf den Tisch, das kann man derzeit vom Rosenkohl sagen. Acht Rosenkohlpflanzen stehen im Hochbeet, spiralförmig wachsen die Mini-Köhlchen am Stängel entlang. Experten warten auf den ersten Frost, nachdem die Röschen besonders zuckrig sind, doch ich habe schon mehrere Ernten reingeholt und genussvoll zusammen mit Monsieur verspeist.

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Chou de Bruxelles, Brüsseler Kohl, wird Rosenkohl auch genannt. Es waren belgische Gärtner, die im 17. Jahrhundert (da gibt es unterschiedliche Angaben), in den Gärten von Saint-Gilles ausserhalb Brüssels diese Kohlsorte aus einer Wildsorte gezüchtet haben, um Platz zu sparen und grössere Erträge zu gewährleisten. Wir danken es ihnen!

Rosenkohl ist, wie fast jede Kohlart, sehr gesund. So ist der Vitamin C Gehalt des Rosenkohls ziemlich hoch und etwa 100 g der zarten Röschen decken den Tagesbedarf eines Erwachsenen.  Das kommt uns im Winter umso mehr zugute. Rosenkohl ist zudem reich an unverdaulichen Ballaststoffen, sättigt ohne viele Kalorien zu liefern und sorgt für eine gute Verdauung. Ein Grund mehr, die kleinen Belgier zu lieben.

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Sehr gerne bereite ich den Chou de Bruxelles mit grobkörnigem Dijon-Senf zu. Ein Hochgenuss!

Für dieses Rezept braucht Ihr ungefähr ein Kilo Rosenkohl, 2 Esslöffel grobkörnigen Senf, 1 große Zwiebel, 250 ml Rahm, 1 Teelöffel Maizena und 25 g Butter.

Schneidet den Strunk und die äusseren Blätter der Kohlröschen ab und wascht sie unter kaltem Wasser. Man kann sie halbieren, ich lasse sie aber immer ganz.

Nun entweder in Salzwasser oder im Dampfgarer kochen bis sie weich aber noch bissfest sind.

Inzwischen die Zwiebel putzen und klein schneiden.

Für die Soße mischt Ihr in einer kleinen Schüssel die Sahne mit dem Senf und fügt die Speisestärke und etwas Pfeffer hinzu.

Nun in einer Pfanne die Butter schmelzen lassen und die Zwiebeln anschwitzen. Den abgetropften Rosenkohl hinzugeben, die Soße darüber giessen, eventuell noch etwas salzen und pfeffern und das  Ganze etwa 5 Minuten köcheln lassen. Nicht vergessen, ab und zu umzurühren, damit nix anbrennt.

Mmmh … und jetzt nur noch geniessen! Vielleicht habe ich ja hiermit den Einen oder Anderen überzeugt, dem Rosenkohl eine neue Chance zu gewähren.

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Wir essen ja seit jeher überwiegend saisonal. Das hat den Vorteil, dass man sich jede Jahreszeit so richtig auf kleine Leckerbissen wie diese freuen kann.

Schöne Monatstafeln für saisonales Kochen und gute Rezepte gibt es übrigens jeden Monat auf Lixies Blog “Photolixieous“.

Guten Appetit und bis bald!

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17 Comments

  • Reply mano November 17, 2015 at 06:43

    ah, rosenkohl!! ich freu mich jedes jahr schon auf den ersten und hab immer verschiedene varianten zur zubereitung. deine mit senf wird sofort mit aufgenommen. heute noch!
    herzliche grüße von mano

  • Reply Judika November 15, 2015 at 21:12

    Ich liebe Rosenkohl, Deine Variante mit Senf und Sahne werde ich auf jeden Fall ausprobieren.
    herzlich Judika
    P.S. Schönes neues Profilbild hast Du eingestellt.

    • Reply merlanne November 15, 2015 at 21:43

      Danke Judika. Lass dir die Röschen gut schmecken.
      Gruß
      Claudine

  • Reply undiversell November 14, 2015 at 21:21

    Wir sind schon 3, die ihn mögen. Das letzte Familienmitglied bekommen wir auch noch überzeugt. Tolles Rezept, kommt gleich in meine Favoriten. Liebe Grüße Undine

  • Reply Flohnmobil November 14, 2015 at 17:55

    Ich werde nie verstehen, dass man “Röslichööl” nicht gern haben kann.
    Mein Mann isst ihn zwar, aber nicht gerade mit Vorliebe.
    https://flohnmobil.wordpress.com/2010/12/09/die-schwerwiegende-entscheidung/
    Herzliche Grüsse
    Bea

    • Reply merlanne November 14, 2015 at 19:03

      Smile. Deine Röslichööl-Liebesgeschichte ist wuuunderschöön.
      Herzliche Grüsse!
      Claudine

  • Reply Astridka November 13, 2015 at 23:32

    Wir mögen sie auch!
    Bon week-end!
    Astrid

    • Reply merlanne November 14, 2015 at 09:47

      Bon week-end à toi aussi!

  • Reply Su November 13, 2015 at 19:21

    Mich musst Du nicht überzeugen :), ich liebe ihn schon immer. Selbst als Kind hab ich gern Rosenkohl gegessen (naja, außer in der Schulküche, da war es nur bitterer, matschiger Brei). LG Su

  • Reply Walter Oprée November 13, 2015 at 18:32

    … in Aachen heissen die “Knöppschere” …. auch wir liebe die. Meine Mutter machte die immer in einer Beachmael mit reichlich Speck und Zwiebeln.
    Eine andere Methode: Rosenkohl halbieren – Butter und Oel erhitzen Speckwürfel glasig werden lassen – den Rosenkohl hinzugeben und vorsichtig braten lassen. Mit Sahne auffüllen – Pfeffer & Salz und Muskatnuss zufügen und reduzieren lassen.
    Auch als Salat schmecken Rosenköhlchen sehr lecker. – Wenn vorhanden die Marinade mit Rosenessig anmachen – einfach und köstlich haben meine Gäste gesagt.
    Viel Spass damit…..

    • Reply merlanne November 13, 2015 at 22:35

      “Knöppschere”, das gefällt mir! Mit Speckwürfel und Sahne hat meine Mutter sie immer zubereitet. Den Tipp mit dem Rosenessig nehm’ ich gerne an.
      Herzliche Grüsse,
      Claudine

  • Reply Nunu November 13, 2015 at 17:23

    Liebe Claudine,
    ich liebe Rosenkohl auch. So hübsch ,so lecker, so schnell gemacht…
    Deine Sauce probiere ich gerne mal aus.
    Liebe Grüße
    Nunu

  • Reply Stefanie November 13, 2015 at 15:37

    Oh … jam jam … 🙂 Ich mag Rosenkohl und dank der superschönen Fotos habe ich nun Riesenappetit!!! …

    Man möge mir bitte eine Portion herüberreichen… *hüstel* … und zwar Zack Zack … 😉

    Liebe Grüße
    Stefanie

  • Reply Denise-diegutendinge November 13, 2015 at 14:49

    ohhhh LECKER!!!
    bin ich froh, dass ich neulich Rosenkohl gekauft habe 🙂
    wird heute Abend nachgekocht!
    Hab es schön!
    Denise

  • Reply minibar November 13, 2015 at 13:32

    Ich mag den Rosenkohl nicht so gern, er ist mir zu bitter.
    Wenn er euch beiden schmeckt, ist es super!
    deine Bärbel

  • Reply Fredke November 13, 2015 at 11:36

    Ich liebe die Kohlröschen! Leider bin ich die einzige bei uns zu Hause, so dass die leider nicht bei uns aufs Menu kommen dürfen… ansonsten würde ich das Rezept direkt nachkochen!

    • Reply merlanne November 13, 2015 at 11:39

      Oha, dann muss ich Dich mal einladen und wir machen eine Rosenkohlparty 🙂

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