Kulinarisches, Luxemburg

“Séisse Räis”

Februar 17, 2014

Hei, léif Cousine, ass d’Rezept vun deem wonnerbaren séisse Räis, mat deem eis Boma eis ëmmer gären verwinnt huet. Vill Spaass beim Nokachen!

Süßer Reis (“Séisse Räis” auf Luxemburgisch) war eines dieser herrlichen Desserts unserer Großmutter, das uns noch heute in bester Erinnerung ist. Leider hat sich das Rezept verloren. Doch Merlanne Junior und ich haben gestern “Versuchsküche” gespielt und das Resultat war überzeugend: seeeeehr süß und fast so gut wie Oma’s “Séisse Räis“.

Hier das Rezept:

250 gr Rundkornreis
1 l Milch
100 gr brauner Zucker
2 Päckchen Vanillezucker
etwa 800 gr Apfelkompott
etwas Zimt
4 Eiweiß
60 gr Puderzucker
2 Esslöffel brauner Zucker für das Karamell

Die Milch in einem Topf zum Kochen bringen und den Reis in die kochende Milch geben. Zugedeckt etwa 15 Minuten, ohne Umrühren, in der Milch kochen lassen. Anschließend den Reis vom Herd nehmen und den braunen Zucker sowie 1 Päckchen Vanillezucker unterrühren.

Nun kommt der etwas schwierigere Teil. Den Boden einer feuerfesten Schüssel mit Karamell überziehen. Dazu 2 Esslöffel Zucker und ein wenig Wasser in die Schüssel geben und auf starkem Feuer unter Rühren erhitzen. Der Zucker wird langsam zähflüssig und braun. Es ist wichtig, den richtigen Zeitpunkt zu finden, wo man die Schüssel vom Herd nimmt und das hellbraune Karamell über den Boden verteilen kann.

Dann den Milchreis in die feuerfeste Schüssel geben, glatt streichen, darüber das Apfelkompott verteilen und mit etwas Zimt bestreuen.

Das Eiweiß zu Eischnee aufschlagen, den Puderzucker darunter mischen.

Den Eischnee über das Apfelkompott streichen und das Ganze dann im Ofen bei 180 Grad Umluft auf der mittleren Schiene etwa 25 Minuten goldbraun überbacken.

Gudden Appetit !

Ich wünsche Euch allen eine gute Woche!

6. Juni 2014: Dieses Rezept wird jetzt “neu aufgetischt” bei “art.of.66″ Revival. Schaut’ mal rein, was es dort noch so gibt!

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6 Comments

  • Reply mme ulma Februar 18, 2014 at 21:20

    das klingt ganz wunderbar!
    ich kenne das ähnlich, ohne apfelmus aber und mit untergehobenem eischnee.
    diese version macht große nachbacklust.

  • Reply Martine Decker Februar 18, 2014 at 18:32

    Hmmm, dat gesäit sou lecker aus! Genau esou wéi eiser Boma hire séisse Räis. Ech wäert mech demnächst un d’Nokache maachen.

    • Reply merlanne Februar 18, 2014 at 18:38

      Hmmm, wor och lecker. Huet awer och vill Kalorie, mee daat si jo déi bescht Leckerli’en. Eis Boma wor schons eng patent Madame 🙂

  • Reply giftigeblonde Februar 17, 2014 at 14:32

    Hallo Claudine, warum rausnehmen? Deine Oma wird sich schon was gedacht haben, dass sie das so gemacht hat, mich hat nur interessiert, ob du einen Grund weißt 🙂
    Und wenn der süße Reis so war wie er sein soll, dann hat das sicher seine Richtigkeit.

    Liebe Grüße Sina

  • Reply giftigeblonde Februar 17, 2014 at 13:49

    Schaut köstlich aus.
    Heißt bei uns in Ö Reisauflauf und man macht auch noch einen Abtrieb aus den Eidottern mit Butter mit rein.

    Erfüllt das einen besonderen Sinn, den Reis erst im Wasser aufzukochen?

    • Reply merlanne Februar 17, 2014 at 14:30

      Danke. Das mit dem Reis erst im Wasser aufkochen hab’ ich aus dem alten Rezeptbuch meiner Großmutter. Ich habe mir die Frage auch gestellt und denke, ich nehme diese Anweisung aus meinem Rezept raus.
      Liebe Grüsse,
      Claudine

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