Monthly Archives

Oktober 2016

Gedanken, Makrofotografie

Das war … mein Oktober

Oktober 31, 2016

 

D’Zäit vergeet wéi am Fluch an et ass schonn nees gläich de Moment, fir dem Hierscht Äddi ze soen. Dofir loosst eis déi lescht wonnerschéin Hierschtdeeg genéissen.

Am Samstag sind riesige Schwärme grauer Wildgänse übers Haus gen Süden gezogen und haben den baldigen Winter angekündigt. Die in V-Formationen vorbeiziehenden schnatternden grauen Wildgänse bieten jedes Jahr ein beeindruckendes Schauspiel, doch ich stimme Monsieur Merlanne zu, der bemerkte, dass er es lieber sieht, wenn sie gen Norden ziehen.

Die Zeit vergeht wie im Fluge … eine Binsenweisheit und doch immer wieder bestürzend festzustellen. Gerade habe ich mich an den Herbst gewöhnt und schon ist er fast wieder vorbei. Aber nur fast, denn gestern und, wie es scheint auf heute, gibt der Herbst verschwenderisch nochmal alles, was er so zu bieten hat: strahlend blauer Himmel, eine wärmende Sonne und bunte Blätter so weit das Auge reicht So soll es sein!

Im Oktober habe ich nicht viel Zeit vor dem Rechner verbracht und das Blog kam etwas zu kurz. Einen guten Grund hatte ich, denn die Renovierung mehrerer Räume im Haus und das Umherschieben von Umzugskartons haben mich ordentlich auf Trab gehalten. Aber davon habe ich ja schon erzählt.

Doch was heißt hier “das Blog kam zu kurz”. So ein Blog entwickelt mit der Zeit ein Eigenleben. Könnt ihr Euch noch an diesen Post erinnern: Sanftes Gleiten … Schlittschuhe aus Filz ?

IMG_3479

Nun, die süßen Filzgleiter haben sich im Oktober wie ein Lauffeuer im Netz verbreitet und wurden innerhalb von ein paar Wochen über 8000x gepinnt. Schon Wahnsinn, wie auf einmal so ein Hype losgetreten wird. Den Ausdruck “go viral” kann ich jetzt gut verstehen. Und so kam es dann auch, dass die Leute von “Geolino” auf die Bastelanleitung aufmerksam wurden und fragten, ob sie sie auf ihrer Webseite veröffentlichen könnten. Wer kann da schon Nein sagen? Es macht immer wieder Freude, ein so tolles Feed-back zu bekommen.

img_9181

Ein klein wenig Zeit zum Nähen hatte ich auch noch. Recht schnell war diese Yogahose genäht. Den Schnitt habe ich aus dem Buch “Nähen fürs Yoga“, das ich im Sommer entdeckt hatte. Ich musste den Schnitt zwar etwas umändern, doch das Resultat trägt sich richtig gut. Demnächst möchte ich mir dann noch eine passende Tasche für die Yogamatte nähen. Ein hübsches Modell gibt es ebenfalls im Buch.

IMG_2010

Im Garten ist jetzt Zeit zum Aufräumen und Ernten. Den Salbei habe ich zum Trocknen hereingeholt. Damit werde ich unter anderem wieder ein paar Gläser mit Salbei-Honig füllen. Es gibt nichts Besseres gegen Halsweh. Monsieur Merlanne schwört auf Salbei-Honig, wenn die Stimme mal wieder versagt und er seine Schüler nur noch ankrächzt. Das Rezept für Salbei-Honig hatte ich letztes Jahr im Oktober hier bei “merlanne” verraten.

img_9295

Gelesen habe ich, neben vielen Zeitungen und Zeitschriften, unter anderem mal wieder einen Krimi. Eigentlich bin ich ja gar keine “Krimi-Mimi”, doch in letzter Zeit lese ich ab und zu auch gerne mal was Spannendes. So habe ich Monsieur Merlanne, ein absoluter Krimi-Fan, zu Rate gezogen und ihn gebeten, mir aus seiner Krimisammlung einen nicht zu blutrünstigen Schmöker auszusuchen. Die Wahl fiel auf Arnaldur Indridasons “Kältezone“. Im Sommer hatte ich schon mal die Bekanntschaft mit Kommissar Erlendur gemacht, bei der Lektüre des doch recht langweiligen Krimis “Tödliche Intrige“. Doch ich wollte Herrn Indridason eine zweite Chance geben und wurde nicht enttäuscht. In einem See wird, Jahrzehnte nach dem Mord, eine Leiche gefunden, die an ein russisches Sendegerät angekettet ist. Schon alleine dieser bizarre Umstand macht neugierig. Die Ermittlungen führen in die ehemalige DDR, in die Zeit des Kalten Krieges und zu den enttäuschten Illusionen von isländischen Studenten, die damals vom staatlichen Sozialismus schwärmten. Es ist keine laute Geschichte, eher geht es leise und gemächlich zu und mit viel Liebe zum Detail wird auf die einzelnen Protagonisten eingegangen. Nun denn, ich bin auf den Geschmack gekommen und es wird sicher nicht der letzte Kommissar-Erlendur-Krimi gewesen sein, den ich gelesen habe.

img_9218

Ansonsten haben wir noch drei sonnige Tage am Meer in Zeeland verbracht, haben ein ganz tolles Konzert von Ben Harper in der “Rockhal” besucht und uns spannende Fernsehabende in Gesellschaft der 1. Staffel von “House of Cards” genehmigt. Das waren schöne Momente im Oktober.

img_9277

In diesem Sinne wünsche ich Euch weiterhin schöne Herbsttage und eine gute Woche.

Verlinkt mit:

Life+Thru+the+Lens+Weekly+Link+Up+-+Lisa+Kerner+-+Simply+Living+Photography

throughmylens MakroMonday_zpsaqlrjj9a

Macro_Monday_2

pebble_zps8ecf6b7b

sharethelove

Kulinarisches

Sündhaft schokoladig! Apfel-Haselnusscreme-Kuchen

Oktober 28, 2016

 

En Äppelchen fir d’Gesondheet an e Stéck Schockela fir d’Gemitt. Sou huet meng Boma eis als Kanner ëmmer derzou krut, och mol en Apel z’iessen. Kleng geschnidden ass d’gesond Uebst ofwiesselnd mat engem Stéckchen Schockela am eisen Mond verschwonnen. Dat sinn schéin Erënnerungen.

Einen Apfel für die Gesundheit und ein Stückchen Schokolade für’s Gemüt. So hat uns unsere Großmutter dazu gebracht, Obst zu essen: abwechselnd fütterte sie uns mit Apfel- und Schokoladenstückchen und schwupps hatten wir eine Portion Obst intus. Eine schöne Erinnerung und eine bleibende Vorliebe für das Duo Obst/Schokolade sind haften geblieben.

Neulich lachte mir auf dem wunderbaren Blog “Mint N Melon” das Rezept genau dieser Tarte entgegen und ich habe mich sofort an den wundervollen Geschmack von Apfel mit Schokolade erinnert. Gestern habe ich den Kuchen nachgebacken.

img_9170

Leute, der Kuchen ist geschmacklich ein Traum, kalorientechnisch jedoch eine Sünde. Ein kleines Stückchen genügt und man ist pupsesatt. Das Aroma erinnert mich sehr stark an eines unserer Lieblingsdesserts aus Frankreich, dem “moelleux au chocolat“. Als Dessert, noch ofenwarm angerichtet mit einer Kugel Vanilleeis, wird es bestimmt der Hit, wenn wir demnächst Gäste haben. Na, bekommt Ihr schon Appetit?

img_9172

Wie gesagt, das Rezept findet Ihr bei “Mint N Melon: Running out of time – Apel Nutella Tarte”.

Bei meiner Version habe ich die ganzen Haselnüsse durch schon fertig geschälte aus der Tüte ersetzt und ich habe sie auch nicht geröstet. Außerdem habe ich den Kuchen vor dem Backen noch mit etwa zwei Esslöffeln gemahlenen Mandeln bestreut. Meine Haselnusscreme war nicht die Altbekannte, die anscheinend auch die deutsche Fussballnationalmannschaft sich zum Frühstück aufs Brot schmiert, sondern ganz brav eine Bio- und Fairtrade Creme. Die schmeckt genauso gut.

Also, wenn Euch am Wochenende nach Süßem gelüstet: der Apfel-Haselnusscreme-Kuchen wird Euch sicher zufriedenstellen.

Gudden Appetit!

und ein sonniges Wochenende wünscht

Claudine