Hallo! Es gibt mich noch. Weiterhin laufe ich zwar noch immer im Pausen-Modus, aber so ein kleiner Post “zwischendurch” macht Spaß und man bleibt in Übung.
“Hello, ich bin Anne und liebe Essen und Fotografie”. Mit ungefähr diesen Worten hat Anne Faber ihr Workshop am 19. März begonnen und mehr brauchte es auch nicht, um zusammenzufassen, um was es in den folgenden zwei Stunden gehen wird: ums Essen und wie man es ansprechend fotografiert. Es war mein erster Fotokurs überhaupt und ich habe es nicht bereut. Anne, die wohl bekannteste Bloggerin unseres kleinen Ländchens (Blog: Anne’s Kitchen), hat es fertig gebracht, die beiden Stunden mit wertvollen Tipps und Tricks voll zu packen und ich bin mir sicher, dass jede der Teilnehmerinnen etwas schlauer aus dem Kurs gegangen ist.
Anne hat mittlerweile zwei Kochbücher und so manche Sendung im Luxemburger Fernsehen in ihrer Biografie. Ermutigend und sympathisch war die Aussage der gelernten Journalistin, dass sie in punkto Fotografie, ganz wie wir, Autodidaktin ist und man schon mit ein paar einfachen Tricks und den richtigen Hilfsmitteln tolle Ergebnisse erzielen kann. Wie das geht, hat Anne uns gerne verraten.
Wir sprachen, wie kann es beim Thema Fotografie anders sein, über das richtige Licht und Anne erzählte uns, wie sie sich am Anfang ihres Blogs im Elternhaus auf die Suche nach dem richtigen Platz gemacht hat, um das ultimative Licht für ihre Bilder zu bekommen. Wer viel fotografiert, weiß, dass Tageslicht das A und O ist. “Food”-Fotos gelingen am besten an einem Fenster und insbesondere, wenn das Licht seitlich einfällt. Direktes Sonnenlicht sollte man vermeiden und ein “Reflektor” (z.B. eine weiße Keilrahmen-Leinwand oder ein großes Stück Styropor ) gegenüber vermindert die Schatten (manchmal können aber auch Schatten interessant wirken).
Es ging natürlich auch ums Styling der Bilder, über Farbwahl und die Wahl des richtigen Materials für die Unterlage oder den Hintergrund. Ein gutes Food-Styling, eine kleine “Geschichte”, die das Bild erzählt und man hat schon halb gewonnen.
Habt Ihr Euch eigentlich schon mal gefragt, wie man es hinbekommt, auf nur etwa 1 Quadratmeter ein Bild zu schießen, auf dem eine Pfanne oder Schmortopf zu sehen sind, zudem noch etwas Besteck, eine Serviette, eventuell ein Blümchen, eine Tomate oder was sonst noch “So schön passen würde”? Nun, Anne hat es uns verraten: “Es gibt auch sehr kleine Pfannen und Geschirr” sagt sie und zeigt uns augenzwinkernd ihr “Pfännchen”, das schon auf so manchem Bild toll zur Geltung gekommen ist.
Und wer kennt das nicht: Croutons oder sonstige Beilagen, die hübsch auf der Suppe oder einer Crème liegen sollten, versinken mit Vorliebe während des Fotoshootings langsam im leckeren Essen. Abhilfe schafft da eine zurechtgeschnittene Kartoffel, die man in der Suppe versenkt und auf der man die Croutons garniert. Ruckzuck ist das Problem gelöst und sind die Nerven der Fotografin geschont. Wie gesagt, ich habe mich bisher noch nie so richtig mit dem theoretischen Teil der Food-Fotografie beschäftigt und so hatten Annes Tricks bei mir den absoluten “Aha”-Effekt.
Sehr gut gefallen hat mir auch das Fachsimpeln über die Bildbearbeitung, insbesondere da ich ebenfalls sehr gerne Lightroom benutze. Annes Zauberwort hieß hier “Vignette” (Abschattung zum Bildrand hin) und ihr dürft mir glauben, demnächst verpasse ich sicher so manchem Rezeptbild eine “Vignette”.
Nachdem uns Anne mit viel “Theorie” gefüttert hatte, durften wir aus ihrem mitgebrachten Fundus nach Lust und Laune unsere Kompositionen zusammenstellen und fotografieren. Ich bin mit meinen Bildern aus dem Kurs nicht sonderlich zufrieden, aber das lag sicher auch daran, dass ich viel Zeit damit verbrachte, mich mit den anderen Bloggerkolleginnen zu unterhalten (übrigens ein sehr angenehmer Nebeneffekt solcher Treffen). Ich fand, die beiden Stunden waren viel zu schnell vorbei und bin jetzt richtig motiviert, weiterhin Fotokurse zu besuchen.
Möchtet Ihr lesen, was Bloggerkollegin Carmen über das Workshop geschrieben hat? Dann schaut mal hier rein:


