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März 2016

Kulinarisches

Foodfotografie … Tipps, Tricks und zwei sympathische Workshopstunden mit Anne Faber

März 30, 2016

Hallo! Es gibt mich noch. Weiterhin laufe ich zwar noch immer im Pausen-Modus, aber so ein kleiner Post “zwischendurch” macht Spaß und man bleibt in Übung.

“Hello, ich bin Anne und liebe Essen und Fotografie”. Mit ungefähr diesen Worten hat Anne Faber ihr Workshop am 19. März begonnen und mehr brauchte es auch nicht, um zusammenzufassen, um was es in den folgenden zwei Stunden gehen wird: ums Essen und wie man es ansprechend fotografiert. Es war mein erster Fotokurs überhaupt und ich habe es nicht bereut. Anne, die wohl bekannteste Bloggerin unseres kleinen Ländchens (Blog: Anne’s Kitchen), hat es fertig gebracht, die beiden Stunden mit wertvollen Tipps und Tricks voll zu packen und ich bin mir sicher, dass jede der Teilnehmerinnen etwas schlauer aus dem Kurs gegangen ist.

Anne hat mittlerweile zwei Kochbücher und so manche Sendung im Luxemburger Fernsehen in ihrer Biografie. Ermutigend und sympathisch war die Aussage der gelernten Journalistin, dass sie in punkto Fotografie, ganz wie wir, Autodidaktin ist und man schon mit ein paar einfachen Tricks und den richtigen Hilfsmitteln tolle Ergebnisse erzielen kann. Wie das geht, hat Anne uns gerne verraten.

Wir sprachen, wie kann es beim Thema Fotografie anders sein, über das richtige Licht und Anne erzählte uns, wie sie sich am Anfang ihres Blogs im Elternhaus auf die Suche nach dem richtigen Platz gemacht hat, um das ultimative Licht für ihre Bilder zu bekommen. Wer viel fotografiert, weiß, dass Tageslicht das A und O ist. “Food”-Fotos gelingen am besten an einem Fenster und insbesondere, wenn das Licht seitlich einfällt. Direktes Sonnenlicht sollte man vermeiden und ein “Reflektor” (z.B. eine weiße Keilrahmen-Leinwand oder ein großes Stück Styropor ) gegenüber vermindert die Schatten (manchmal können aber auch Schatten interessant wirken).

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Es ging natürlich auch ums Styling der Bilder, über Farbwahl und die Wahl des richtigen Materials für die Unterlage oder den Hintergrund. Ein gutes Food-Styling, eine kleine “Geschichte”, die das Bild erzählt und man hat schon halb gewonnen.

Habt Ihr Euch eigentlich schon mal gefragt, wie man es hinbekommt, auf nur etwa 1 Quadratmeter ein Bild zu schießen, auf dem eine Pfanne oder Schmortopf zu sehen sind, zudem noch etwas Besteck, eine Serviette, eventuell ein Blümchen, eine Tomate oder was sonst noch “So schön passen würde”? Nun, Anne hat es uns verraten: “Es gibt auch sehr kleine Pfannen und Geschirr” sagt sie und zeigt uns  augenzwinkernd ihr “Pfännchen”, das schon auf so manchem Bild toll zur Geltung gekommen ist.

Und wer kennt das nicht: Croutons oder sonstige Beilagen, die hübsch auf der Suppe oder einer Crème liegen sollten, versinken mit Vorliebe während des Fotoshootings langsam im leckeren Essen. Abhilfe schafft da eine zurechtgeschnittene Kartoffel, die man in der Suppe versenkt und auf der man die Croutons garniert. Ruckzuck ist das Problem gelöst und sind die Nerven der Fotografin geschont. Wie gesagt, ich habe mich bisher noch nie so richtig mit dem theoretischen Teil der Food-Fotografie beschäftigt und so hatten Annes Tricks bei mir den absoluten “Aha”-Effekt.

Sehr gut gefallen hat mir auch das Fachsimpeln über die Bildbearbeitung, insbesondere da ich ebenfalls sehr gerne Lightroom benutze. Annes Zauberwort hieß hier “Vignette” (Abschattung zum Bildrand hin) und ihr dürft mir glauben, demnächst verpasse ich sicher so manchem  Rezeptbild eine “Vignette”.

Nachdem uns Anne mit viel “Theorie” gefüttert hatte, durften wir aus ihrem mitgebrachten Fundus nach Lust und Laune unsere Kompositionen zusammenstellen und fotografieren. Ich bin mit meinen Bildern aus dem Kurs nicht sonderlich zufrieden, aber das lag sicher auch daran, dass ich viel Zeit damit verbrachte, mich mit den anderen Bloggerkolleginnen zu unterhalten (übrigens ein sehr angenehmer Nebeneffekt solcher Treffen). Ich fand, die beiden Stunden waren  viel zu schnell vorbei und bin jetzt richtig motiviert, weiterhin Fotokurse zu besuchen.

Möchtet Ihr lesen, was Bloggerkollegin  Carmen über das Workshop geschrieben hat? Dann schaut mal hier rein:

Clothes and Camera: “Food Photography Tips from Anne Faber”

DIY, Ostern

Natur pur!

März 24, 2016

Bevor die große Osterpause anfängt, habe ich noch ein klitzekleines DIY für Euch, nichts Besonderes, aber, wie so oft, “etwas was ich schon immer machen wollte”: Eier mit Naturfarben färben. Seit Jahren liegen hier drei Päckchen mit Naturfarben für Ostereier (sie sind auf dem “Märzbild“, ganz links, von vor drei Wochen zu sehen), Rötelwurzel, Gelbholz und Blauholz. Dieses Jahr hatte ich mir ganz fest vorgenommen, die drei Päckchen endlich aufzubrauchen und viiieeele Ostereier zu bemalen. Na ja, viele Eier wurden es nicht und aus Zeitmangel wurde nur eine Farbe ausprobiert: das Blauholz.

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Es ist der Blutholzbaum (Haematoxylum campechianum), auch Blauholzbaum oder Campechebaum, der diesen Farbstoff liefert. Heimisch ist er in Zentralamerika und dem nördlichen Teil von Südamerika sowie auf den Karibischen Inseln.

Fürs Färben benutzt man am besten weiße Eier, doch ich hatte für meinen kleinen Versuch nur braune zur Hand. Die Eier werden vor dem Färben mit etwas Spülmittel gereinigt. In einer alten Kasserolle habe ich 3 Esslöffel Blauholz in 1,5 Litern Wasser 10 Minuten kochen lassen. Nun kann man entweder die rohen Eier in den Farbsud geben und nach Wunsch hart kochen oder aber man kann, wie ich, die Eier auspusten und in Plastikbechern mit Farbe einfärben.

Die Eier bekommen im Blauholzsud ein tiefes Violett-Braun. Je nachdem wie lange man das Ei im Farbbad liegen lässt, desto heller oder dunkler wird die Farbe. Da sich der Farbton bei unterschiedlichem PH-Wert ändert, habe ich in einen Becher zu dem Blauholzsud noch ein paar Tropfen Zitronensaft hinzugegeben. Die Farbe änderte sich zu orange-gelb. Die Punkte beziehungsweise Streifen habe ich mit einem in Zitronensaft getunkten Ohrenstäbchen aufgemalt. Die Punkteeier sind meine absoluten Favoriten.

Durch Zugabe von Backpulver ändert sich die Farbe anscheinend zu einem tiefen Rotton, was mir aber irgendwie nicht gelungen ist.

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Das Gelbholz gibt dem Ei einen hübschen hellen Gelbton, die Rötelwurzel ein schönes Rot. Nun, entweder lege ich die beiden Farben jetzt wieder weg bis nächste Ostern oder aber ich versuche vielleicht einmal, einen Stoff damit einzufärben.

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Das war es dann auch mit meinem letzten Osterpost für dieses Jahr und ich verabschiede mich in eine kleine Osterblogpause. Angesichts aller schrecklichen Ereignisse ist es zwar recht schwierig immer positiv zu denken und dennoch wünsche ich Euch ein schönes und vor allem friedliches Osterfest! Bis bald!

Claudine