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Dezember 2015

Luxemburg

Frohes Neues Jahr ! (Rückblick)

Dezember 31, 2015

D’Zäit vergeet wéi am Fluch, et ass verréckt. Den Owend feiere mer schonn nees den Ufank vum Neie Joer an denken nach eng Kéier un dat vergaangent Joer zréck! Ech soen Iech, léif Lieser, villmools Merci fir Äert Matliesen hei bei “merlanne” a wënschen e gudde Rutsch an alles Guddes fir 2016 !

(Post enthält unbeauftragte und unvergütete Werbung)

Kaum zu glauben, 2015 neigt sich schon dem Ende zu, obwohl mir letzter Silvester wie gestern vorkommt. In ein paar Stunden werden wir auf 2016 anstoßen, mit neuen und alten Hoffnungen und Wünschen. 2015 war ein ereignisreiches Bloggerjahr und ich möchte die Gelegenheit nützen, kurz zurückzublicken.

WordPress schickt zum Jahresende immer einen personalisierten Rückblick mit einer interessanten Übersicht, wie sich das Blog so im verflossenen Jahr “geschlagen” hat (O-ton WordPress).

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Nun, ich finde, es hat sich tapfer geschlagen, das kleine Blog “merlanne” und ich klopfe ihm anerkennend auf die Schulter. Was der Blick auf solche Statistiken so alles zu Tage bringt! So z.B., dass “merlanne” im letzten Jahr 53000 mal besucht wurde. Wenn ich dann die 18000 Klicks auf dem “alten” Blog “merlanne.wordpress.com” dazu addiere, komme ich auf 71000 Besuche für 2015. WordPress verzeichnet 251 Follower, per E-mail folgen 29 Leser, auf Bloglovin’ hat “merlanne” 99 Fans, auf Google+ 18, Pinterest zeigt 35 Follower an, auf Facebook haben 127 liebe Leser “merlanne gefällt mir”angeklickt und bei den “Brigitte MOM – Blogs” mögen 119 Leser “merlanne”. Für Blogger-Koryphäen sind diese Zahlen nur “Peanuts”, doch ich rufe ganz erstaunt: WOW!

Das wichtigste Ereignis bei “merlanne” war dieses Jahr sicherlich der “Umzug” von “merlanne.wordpress.com” auf seine eigene Domain “merlanne.lu”. Im gleichen Zuge suchte ich für “merlanne” ein neues Kleid, sprich “Theme”, aus, moderner, heller und besser strukturiert. Es war schon ein spannender Moment und ich danke hiermit nochmals Monsieur Merlanne, ohne dessen technische Unterstützung dieser Umzug sicherlich nicht so problemlos über die Bühne gegangen wäre.

Im gleichen Monat bekam “merlanne” auch einen Platz in der neu eingerichteten Rubrik “Blogosphäre” auf den Webseiten der auflagenstärksten Luxemburger Tageszeitung “Luxemburger Wort”.

Ein nicht minder schöner “merlanne”-Moment war, als in der Januar Ausgabe von “Handmade Kultur” mein Turnbeutel “Tetris” samt Anleitung veröffentlicht wurde. Es ist schon ein klasse Gefühl, die eigene Nähanleitung in einer so feinen Zeitschrift wiederzufinden.

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Die Statistiken haben mir auch verraten, was ich eigentlich schon wusste, nämlich dass der absolute Dauerbrenner auf “merlanne” das Rezept meiner Großmutter für die Luxemburgs Spezialität, den “Kniddelen“, ist. Es vergeht fast kein Tag, wo nicht wenigsten einmal eine Suchanfrage für “Kniddelen” bei diesem Posting landet. Manchmal wüsste ich gerne, wer schon alles “Kniddelen” nach  “Bomas” Rezept gekocht hat und wie sie geschmeckt haben.

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Als ich 2013 mit bloggen angefangen habe, steckte die Luxemburger Bloggerszene noch in den Kinderschuhen. Mittlerweile schießen die Blogs wie Pilze aus dem Boden und so traf ich dann auch im August vier super sympathische DIY-Bloggerkolleginnen zum inspirierenden Austausch. Es entstehen Bloggerfreundschaften und neue Perspektiven, wie z.B. die Aufnahme in Frédérique’s Liste der “Friends” vom Blog “Fredke & Friends” oder der eine oder andere Beitrag auf der Web-Seite der Luxemburger Zeitschrift “Kachen“.

Die meisten Leser von “merlanne” kommen aus Deutschland, gefolgt von einer wachsenden Zahl an Luxemburger Lesern. Und es seid auch Ihr, liebe Leserinnen, die “merlanne” eigentlich am Leben haltet und gedeihen lasst. Eure Lesebesuche, geteilten Beiträge und motivierenden Kommentare (danke Bärbel, Bea, Cora, Tutti, Anni, Astrid, Eva, Nadine und, und, und … euch allen von hier aus einen dicken Kuss) geben mir den nötigen Antrieb und sind die Kirsche auf der Sahnetorte. Leider merke ich, dass es mir mit wachsender Leserschaft immer weniger möglich wird, allen zu antworten, beziehungsweise einen “Rückbesuch” zu erstatten. Ich gebe mir Mühe.

Das war er also, der kurze Blick zurück. Und der Blick nach vorne? Nun, ich bin selber gespannt, was das Jahr 2016 “merlanne” bescheren wird. Im Hinterkopf schlummern noch so manche Ideen und warten darauf, geweckt zu werden. Lasst Euch überraschen von weiterem “Kunterbuntem” aus Luxemburg!

Bis dahin wünsche ich Euch ein Frohes Neues Jahr, Gesundheit, Frieden und sehr viel Inspiration!

Kulinarisches, Weihnachten

Alle Jahre wieder … große Weihnachtsbäckerei !

Dezember 23, 2015

 

Wien kennt nach dat Buch “Je sais cuisiner” vum Ginette Mathiot, en absolut Kultbuch a Frankräich (sou wéi bei eis d’Ketty Thull)? Aus dësem Buch, vun deem ech nach eng Editioun aus dem Joer 1965 hunn, sinn eis ganz klassesch “sablés”, déi Hellegowend beim Kaffi wäerten servéiert ginn. Et gëtt näischt Besseres!

So kurz vor Heiligabend gibt es auch endlich auf “merlanne” einen Post über Weihnachtsbäckerei! Laut Duden ist ein Blog ja eine “tagebuchartig geführte, öffentlich zugängliche Webseite” und da Merlanne Junior und ich erst in den Weihnachtsferien backen, gibt es auch erst jetzt den “Bericht” darüber. Auf die Art und Weise bekommen unsere Gäste morgen Abend ganz frische Plätzchen zum Dessert serviert (wenn ich sie nicht schon alle vorher verputzt habe), was ja auch nicht schlecht ist.

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Merlanne Junior konnte sich richtig austoben. Unsere Ausstechersammlung wächst und wächst. Dieses Jahr bekam sie Zuwachs von Tannenbäumchen und ganz tollen Keks-Stempeln, die ich vor ein paar Wochen im Naturkostladen um die Ecke gefunden habe.

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Zwei Rezepte haben wir ausprobiert: die klassischen “sablés” aus Frankreichs Kultrezeptbuch “Je sais cuisiner” von Ginette Mathiot, von dem ich die 1965er Edition meine Großmutter besitze, und Marzipan-Plätzchen, deren Rezept auf dem Beipackzettel der Keksstempel stand.

Zuerst das Rezept von Ginette Mathiot:

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Zutaten:

250 g Mehl
1 Prise Salz
125 g Zucker
125 g Butter
1 Ei
Aroma (Vanille, Zitrone, Zimt, …). Unsere Plätzchen duften und schmecken nach Vanille.

In einer Schüssel verrührt Ihr erst einmal das Ei mit dem Zucker und ein klein wenig Salz. Gebt das Mehl löffelweise hinzu. Alles gut mischen. Nun die kalte Butter stückchenweise hinzufügen, sowie das Aroma, und dann geht es ans Kneten. Dabei ist Merlanne Junior in seinem Element. Wenn der Teig schön glatt ist, könnt Ihr ihn ausrollen und die Plätzchen ausstechen. Die Plätzchen werden auf ein mit Backpapier belegtes Blech gelegt und im auf 170°C Umluft vorgeheizten Backofen ungefähr 10-15 Minuten gebacken. Ich finde, dabei muss man die Plätzchen im Auge behalten, damit man sie aus dem Ofen nehmen kann, bevor sie zu dunkel und zu hart werden.

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Unsere Tannenbäumchen, Sterne und Weihnachtsmänner wurden nach diesem Rezept gebacken:

Zutaten:

230 g Mehl
150 g Butter
100 g Marzipan-Rohmasse
50 g Zucker
1 Päckchen Vanillezucker
1 Eigelb
1 Prise Salz

Auch hier werden alle Zutaten wie oben verknetet, bis ein glatter Teig entsteht (Mehl nach und nach zugeben). Den Teig dann mindestens 30 Minuten lang, in Folie gewickelt, in den Kühlschrank legen. Nun den Teig auf der bemehlten Arbeitsfläche ausrollen, mit einem runden Ausstecher Plätzchen ausstechen (oder golfballgroße Stücke formen, die leicht platt gedrückt werden) und die dann bestempeln. Die runden Kekse aufs mit Backpapier belegte Blech legen und im auf 175°C Umluft vorgeheizten Backofen 12-15 Minuten backen. Mmmh, dieser himmlische Duft!

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Ach Leute, ich muss mich echt zusammenreißen, um nicht in die Küche zu schleichen und von den Keksen zu naschen. Es wäre schon zu blöd, wenn morgen nur noch Krümel für die Gäste übrig blieben. Ausserdem sind ja da auch noch die vielen Kalorien …

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Frohe und vor allem friedliche Festtage wünschen Euch die “Merlanne’s” !