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November 2015

Kulinarisches

Boxemännercher (oder… Merlanne junior backt – Part 3)

November 27, 2015

 

“So, Mamma, Boxemännercher, kann een déi och selwer baken?” huet de Merlanne Junior mech deslescht gefrot. Abee jo, alles kann ee selwer baken, och d’Boxemännercher vum Kleeschen.

Was wäre Nikolaustag ohne “Boxemännercher? In Luxemburg werden am 6. Dezember die Kinder vom heiligen Nikolaus reich beschenkt. Am Abend davor werden die leeren “Teller” aufgestellt mit der Hoffnung, dass am darauffolgenden Morgen der Nikolaus nicht vergessen hat vorbeizukommen und seine Geschenke abzulegen. Und wehe, es fehlt das “Boxemännchen“!

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Die Hefemännchen, deren Name frei übersetzt “Männchen mit Hose” heisst (woher dieser Name stammt, ist mir ein Rätsel), erfreut seit Generationen die Kinder Luxemburgs. Und ehrlich gesagt, nicht nur die Kinder. Ich komme nicht darum herum, in den Monaten November und Dezember den einen oder anderen “Boxmännchen” zu verspeisen, am liebsten aufgeschnitten mit Butter bestrichen. Ach, da kommen bei jedem Bissen Kindheitserinnerungen auf!

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Gestern wollte mein Backspezialst Merlanne junior mal wieder Hand an den Teig legen und fragte, ob man nicht auch “Boxemännercher” selber backen kann. Sicher kann man das, alles kann man selber backen, habe ich ihm erklärt und wir haben unsere Koch- und Backbücher nach einem passenden Rezept durchstöbert.

In Maischi Tibesart’s Buch “Die Luxemburger Küche heute” sind wir fündig geworden. Merlanne junior hat mich aus der Küche gescheucht und los ging’s.

Hier nun das Rezept:

Zutaten:

500 g Mehl
20 g Hefe
2 EL Zucker
250 ml lauwarme Milch
10 g Salz
2 Eier
100 g Butter
1/2 Tasse Puderzucker für den Zuckerguss

Als erstes gebt Ihr das Mehl in die Backschüssel, drückt in die Mitte eine Mulde, in die Ihr die Hefe hineinbrökelt sowie 1 EL Zucker und etwas lauwarme Milch. Das rührt Ihr dann mit etwas Mehl zu einem glatten Vorteig und lasst diesen mit einem Küchentuch zugedeckt 15 Minuten gehen (da hat Junior mich dann doch zu Rate gezogen, denn das mit dem Hefe “gehen lassen” kannte er noch nicht).

Als nächstes werden das Ei, der restliche Zucker, das Salz, die restliche Milch und die Butter hinzugefügt und alles gut vermischt und geknetet (Juniors Lieblingsmoment: Teig mit den Händen kneten). Wieder zugedeckt etwa 20 Minuten  gehen lassen.

Danach den Teig nochmals gut durchkneten, kleine Portionen abtrennen und zu flachen “Würsten” formen. Die legt Ihr dann auf das mit Backpapier belegte Backblech, klopft sie etwas flach und formt die Kuchenmännchen. Das geht am besten so: mit einem Messer wird erst unten in der Mitte ein senkrechter Schnitt gemacht. Das sind die Hosenbeine, die etwas auseinandergezogen und schön geformt werden. Dann macht Ihr etwas höher auf beiden Seiten diagonale Schnitte für die Arme. Arme etwas vom Körper ziehen und schön formen. Über den Armen auch nochmals beidseitig diagonal einschneiden und mit dem Teig darüber den Kopf formen. Danach mit dem aufgeschlagenen Ei bepinseln.

Jetzt könnt Ihr noch mit Schokostückchen oder Rosinen Augen und Knöpfe eindrücken und ab in den auf 180 bis 200 Grad vorgeheizten Ofen damit und etwa 30 Minuten backen. Riecht Ihr schon den Duft?

Die Kuchenmännchen sind nochmal so gut, wenn man sie zum Schluss mit Zuckerguss bestreicht. Dazu 1/2 Tasse Puderzucker in etwas Wasser auflösen und das fertige Gebäck bepinseln.

Gudden Appetit!

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Merlanne junior meinte, sie seien richtig gut, doch die beim Bäcker schmeckten anders. Das ist gut möglich, werden die meisten angebotenen Kuchenmännchen auch gerne aus Briocheteig gemacht. Das werden wir dann nächstes Jahr ausprobieren. Und so schlecht konnten sie auch nicht sein, den anscheinend gab es viele die in sein heutiges “Pausen”-Männchen beissen wollten.

 

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Ich wünsche Euch einen richtig schönen, ruhigen und friedlichen 1. Advent. Hier wird es auch die nächste Zeit etwas ruhiger: ich gönne mir den Luxus, den Computer und alles drumherum öfter mal ausgeschaltet zu lassen.

Übrigens, weitere Kreationen von Backmeister Junior gibt es hier zu bewundern (einfach auf das Bild klicken):

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Knusperkugeln

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Sandkuchen

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

DIY, Schmuck

Winterkollektion (Strickarmbänder DIY)

November 24, 2015

Et schneit ! Dobaussen ass et säit zwou Stonnen wäiss an ech hoffen, dass e leie bleift, de Schnéi op dee mer sou laang gewaart hunn. Spéitstens elo ass et Zäit d’Wanterkollektioun aus dem Schaaf ze huelen.

Endlich! Merlanne junior hat den Schnee sehnlichst herbei gewünscht und nun endlich schneit es. Den ganzen Tag über war es bitter kalt und seit zwei Stunden fallen dicke Schneeflocken. Ich hoffe, der Schnee bleibt eine Weile liegen und wir können uns ein paar Tage am schönen Anblick der schneebedeckten Landschaft ergötzen.

Passend zum Winteranfang habe ich heute ein schnelles Projekt vorbereitet. Vor ein paar Jahren waren gestrickten Armbänder total in und ich finde auch heute noch, dass sie ein winterliches Outfit hübsch aufpeppen können.

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Eigentlich habe ich die Armbänder schon im Sommer gestrickt. Ich nehme mir immer gerne ein paar Wollreste mit in den Urlaub und überlege mir Projekte, die schnell fertig sind und sich gemütlich im Liegestuhl verwirklichen lassen. Diese Armbänder gehören zu dieser Kategorie.

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Drei Modelle sind es geworden.

Für die Armbänder habe ich benutzt: Wollreste in braun, Stricknadeln Nr. 3, eine einfache Silberkette aus dem Bastelladen und PET-Flaschen für die Stabilität der Armbänder.

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Die Strickanleitung für Modell 1 habe ich aus einer “Für Sie” von 2010. Die Anleitung gibt es als Download: Armreifen aus Strick in Stil von Brioni.

(Werbung, unbeauftragt und unbezahlt).

Nachdem ich nach Strickanleitung das Band fertiggestellt hatte, habe ich es zusammengenäht. In den so entstandenen Schlauch habe ich ein auf Maß geschnittenes Stück PET-Flasche geschoben und dieses, passend so dass ich mit der Hand durchkomme, festgetackert. Dann werden nur noch die schmalen Seiten des Strickschlauches geschlossen und schon ist das erste Winteraccessoire fertig.

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Für das zweite Armband habe ich ein Rechteck von ungefähr 29 cm im Rippenmuster 2 M re, 1 M links, gestrickt. Die Länge errechnet Ihr so: Armumfang + 2 cm + 6 cm. Das Band an den langen Seiten zu einem Tunnel nähen. Für das “Innenleben” dieses Armbands nehmt Ihr lieber ein breites Gummiband, das Ihr passend zu Eurem Armumfang zuschneidet.

Die Enden wie auf dem Bild zusammennähen und dann zu kleinen “Nestern” rollen. In jedes Nest eine Holzperle befestigen.

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Das dritte Armband besteht aus einem kleinen Rechteck, im Perlmuster (eine Reihe 1M re, 1M li; die nächste Reihe 1 M li, 1 M re; usw.) gestrickt. Dieses Rechteck  wird auch an den langen Seiten zusammengenäht. Dann fädelt Ihr die Kette von einem kurzen Ende zum anderen und zurück. Das geht besser wenn Ihr die Kette mit einem Faden an eine Nähnadel befestigt. Danach auch die kurzen Seiten zunähen. Ein ähnliches Armband hatte ich vorletzten Sommer in London gesehen.

Gefällt Euch meine Winterschmuckkollektion im eleganten Strick-Design? Dann mal ran an die Nadeln!

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