De Mueren wor sou richtegt Abrëllswieder. Wéi d’Sonn tëscht de Wolleke fir eng kuerz Zäit hir Nues erausgestreckt huet, hunn ech séier en Tour duerch de Gaart gemaach. Do hunn ech mat Freed entdeckt, dass d’Vioulen eraussinn. A schonns wor d’Motiv fir den haitegen Makro-Méinden fonnt.
Heute ist richtiges Aprilwetter, Regen und Sonne wechseln sich ab. Als sich die Sonne wieder hinter den Wolken rausgetraut hat, bin ich schnell in den Garten und habe mit Freude entdeckt, dass die Veilchen ihr Näschen aus dem Boden gestreckt haben. Ein schöneres Motiv konnte ich nicht für den heutigen Makro-Montag finden.
Wenn ich ein Veilchen sehen, denke ich sofort an Poesie und alte, vergangene Zeiten. Meine beiden Großmütter liebten ihren Duft, ich erinnere mich an Seifen, Parfums und sogar Veilchenbonbons. Heute ist dieses winzige Blümchen etwas in Vergessenheit geraten und ihrem Duft haftet etwas Altmodisches an.
Da Osterwoche ist, durfte ein Ei als Unterlage für die Blume herhalten. Findet Ihr nicht, das Muster der Eischale lässt sofort an Sommersprossen denken?
Als Kind hatte ich natürlich ein Poesiealbum und da gab’ es immer wieder Sprüche, in denen das Veilchen eine Hauptrolle spielte. So z.B.
Sei wie das Veilchen im Moose,
bescheiden, sittsam und rein
und nicht wie die stolze Rose,
die immer bewundert will sein.
oder
Sei nicht wie das Veilchen im Moose:
sittsam, bescheiden und rein.
Du kannst ruhig wie die Rose
ein bisschen stachelig sein.
Na, Ihr dürft dreimal raten, welcher Spruch mir besser gefällt 😉 .
Die Idee “Blüte auf Ei” ist nicht ganz neu und diejenigen, die vielleicht beim Anblick der obigen Bilder ein Dejà-vu haben, schauen mal hier rein:
Das Veilchen schicke ich natürlich auch zu Steffi’s Makro-Montag, in die Gesellschaft von Regentropfen, Krokussen, Gewürzen und sogar einer Kröte.
Euch allen eine gute Woche! Vergesst nicht: etwas “stachelig” sein ist nie schlecht.


