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Blumen

Blumen, DIY, Frühling

Zeit für’s Pflanzen (Anzuchttöpfe selber machen)

April 2, 2020

Wie geht es Euch? Ich hoffe gut. Nun sind wir schon in der dritten Quarantäne-Woche und dennoch ist unsere Laune nicht so schlecht. Einen großen Beitrag dazu leistet das wundervolle Wetter und ein schöner Garten, der es erlaubt, den ganzen Tag draußen zu sein, ohne die in dieser nicht sehr schönen Zeit wichtigen Regeln von “physical distancing” zu verletzen.

Und wenn schon das gesellschaftliche Leben fast still steht, das Leben in der Natur lässt sich nicht ausbremsen. In unserem Garten grünt und blüht es um die Wette. Tulpen, Narzissen, Schachbrettblumen, Hyazinthen, um nur ein paar zu nennen, zaubern uns beim Betrachten ein Lächeln ins Gesicht und alle paar Tage pflücke ich mir einen kleine Strauss für die Vase.

Gestern ist mir dann aufgefallen, dass ich dieses Jahr etwas spät dran bin mit der Anzucht von verschiedenen Gemüsen und Blumen und ich muss mich mal kundig machen, was ich noch jetzt im April vorziehen kann.

In diesem Sinne habe ich mir heute ein paar Anzuchttöpfe aus Zeitungspapier gebastelt. Es ist ja gerade etwas schwierig, Gartenmaterial zu kaufen, aber als “DIY-Tante” 😉 weiß man sich ja immer zu helfen.

Hier ein paar Bilder von meiner nachmittaglichen Beschäftigung … draußen … unter strahlend blauem Himmel … begleitet vom Gesang einer Kohlmeise, die gerade dabei ist, eines der Vogelhäuschen zu inspizieren. Hoffentlich gefällt es ihr, so dass wir uns bald über Nachwuchs freuen können.

Und so wird’s gemacht:

Ihr nehmt eine fertig gelesene Zeitung und faltet sie ein oder zweimal. Dann wickelt Ihr das Zeitungspapier um ein Gefäß (offene Seite nach oben), das in etwa Eurer Vorstellung von der Größe des Pflanztopfes entspricht. Oben muss die Zeitung etwa 3 bis 4 Zentimeter überstehen. Dieser Überstand wird dann in die Öffnung des Gefäßes geknickt (das wird der Boden des Anzuchttopfes). Gefäß rausziehen, eventuell das Papier noch mit Heftklammern befestigen und den Papiertopf mit Anzuchterde füllen. Jetzt kann gepflanzt werden. Viel Spaß!

Der Drahtkorb ist übrigens auch “selfmade” und die Anleitung findet Ihr im Artikel “Osterkorb aus Draht” vom 20. März 2015.

Lasst es Euch gutgehen und bleibt gesund!

Claudine

Blumen, Gedanken, Herbst, Makrofotografie, Natur

Makrofotografie: Meine liebste Achtsamkeitsübung

Oktober 27, 2019

Achtsamkeit, diese besondere Form der Aufmerksamkeit, der bewussten Wahrnehmung des aktuellen Momentes mit allen Sinnen, tut gut und gibt ein Gefühl der Freiheit und des Losgelöstseins.

Seit ein paar Jahren heißt meine ganz persönliche Übung von Achtsamkeit Makrofotografie. Gestern war es dann wieder mal so weit, das sonnige Wetter und der dringende Wunsch, dem Alltag und den Sorgen zu entfliehen, ließ mich meine Kamera schnappen und nach draußen in den Garten flüchten. Das war die beste Idee, die ich haben konnte, denn nach zwei Stunden Fotosafari und etwas Gartenarbeit konnte ich entspannt und mit einem Lächeln auf den Lippen den Feierabend genießen.

Bei diesen Streifzügen durch die wundervolle Welt der Details werde ich wieder zum Kind, krabbele auch der Wiese herum, um auf Augenhöhe mit meinem Motiv zu sein oder streichele auch mal einen Baumstamm, um die wundervolle Struktur der Baumrinde zu erfühlen.

Das ist immer wieder spannend und so erlebe ich eigentlich Bekanntes plötzlich aus einer anderen, ungewöhnlicheren Perspektive. Diese Betrachtungsweise hat mir schon so manchen “Wow”-Effekt beschert und auch meine Sicht gegenüber der uns Menschen definitiv überlegenen Natur verändert. Da wird man bescheiden und dankbar, auf diesem schönen Planeten verweilen zu dürfen.

Schon alleine das Überlegen, auf welchen Bereich meines Motivs ich den Fokus richten soll, verlangt Konzentration und lässt mich alles um mich herum vergessen.

Die Schärfentiefe lenkt die Aufmerksamkeit des Betrachters auf einen bestimmten Bereich, hier die Blütenmitte. Auf dem ersten Bild galt meine Aufmerksamkeit eher den “nackten” Blütenkörbchen im Vordergrund.

Doch auch so eine Fotosafari geht nicht immer ohne ein bisschen Ärger vorüber. Man würde ja denken, aus Schaden wird man klug, doch bei mir klappt das nicht. Meine Bequemlichkeit bringt es mit sich, dass ich keine Lust habe, das Stativ mit nach draußen zu nehmen und aufzustellen, so dass ich später vor dem Bildschirm feststellen muss, dass die meisten Bilder nicht die Schärfe aufweisen, die ich mir gewünscht hätte. Ok, das nächste Mal nehme ich das Stativ mit und versuche auch, einen Moment der Windstille zu wählen, um meinem liebsten Hobby zu frönen.

Und so vergeht die Zeit, alle Sinne sind hellwach und eine Entdeckung folgt der nächsten. Dort ist das wundervoll herbstlich verfärbte Laub, hier liegt eine Feder, die einem unserer geflügelten Gartenbewohner gehört hat, auf der Wiese und auf dem Weg nach drinnen begegne ich den abgeschnittenen Geranienblüten, die ich vor ein paar Tagen auf dem kleinen blauen Gartentisch hatte liegen lassen.

Und hier noch ein passendes Zitat des provenzialischen Schriftstellers Jean Giono: “Wir haben verlernt, die Augen auf etwas ruhen zu lassen. Deshalb erkennen wir so wenig”.

Habt Ihr auch solche Rituale, die Euch erlauben, Urlaub vom Alltag zu nehmen und Achtsamkeit zu üben? Auf jeden Fall kann ich das Fotografieren wärmstens empfehlen.

Lasst es Euch gutgehen!

Claudine