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DIY

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Hashtag strickenmachtsüchtig

Februar 20, 2020

“Astiechen, ëmschloen, erauszéien” … mat deene Wierder huet meng Groussmamm mir d’Strécken bäibruet.

“Einstechen, umschlagen, herausziehen”… das war der Spruch, mit dem meine Großmutter mir das Stricken beigebracht hat. Oma “Maus” konnte so ungefähr alles, was mit Handarbeiten zu tun hatte: stricken, häkeln, sticken, nähen und zeichnen, nichts davon war ihr unbekannt. Jede freie Minute hat sie damit verbracht, Kleider für uns kleine Mädchen zu schneidern oder edle Taschentücher mit wunderschönen, filigranen Spitzen zu umhäkeln. Ich habe immer sehr gerne zugeschaut und war überglücklich, wenn sie mich in die Geheimnisse der verschiedenen Techniken zum “Selbermachen” eingeweiht hat.

Eines meiner ersten Strickwerke, an die ich mich erinnern kann, war ein brauner Teddy, wie ihn Mr. Bean als besten Freund hat. Ich kann mich noch an meinen Stolz erinnern, als der kleine Bär fertig war und “Boma” mir beim Zusammenähen und Ausstopfen geholfen hat. Damals war Mr. Bean noch nicht erfunden, doch die Strickteddys waren hoch in Mode.

Als Jugendliche habe ich dann richtig gerne gestrickt, am liebsten während der Schulstunden, was dem einen oder anderen Lehrer dann doch nicht so gefallen hat. Später während den Univorlesungen hat es weniger gestört, denn da war ich nicht die Einzige, die sich die nicht immer interessanten Vorträge der Professoren mit Stricken angenehmer gemacht hat. Auf dem Bild oben seht Ihr mein jugendliches Ich im selbstgestrickten “Punkte”pulli, den ich richtig geliebt habe (jaja, ich gebe es zu, auch ich musste mir in den 80ziger Jahren die Haare dauerwellen lassen … Mode ist nun mal Mode und mit 20 ist es schwierig, sich nicht davon beeinflussen zu lassen 😉 ).

Mr.Bean-Teddy und Pulli sind schon lange auf Nimmerwiedersehen verschwunden … schade.

Vor ein paar Monaten habe ich das Stricken dann wiederentdeckt. Diejenigen, die mir auf Instagram folgen, kennen diesen Schal, den ich Ende letzten Jahres gestrickt habe. Der fast 2,50 m lange Traum aus Mohair und Seide peppt meine graue Wintergarderobe farbenfroh auf und ist herrlich kuschelig und warm.

Das Modell habe ich in der Zeitschrift “Marie Claire Idées” gefunden, meine französische Lieblingshandarbeitszeitschrift, die ich schon seit fast 20 Jahren sammele. Da wir hier in Luxemburg in der Schule unter anderem auch Französisch lernen und im Alltag viel mit dieser Sprache in Kontakt sind, habe ich kein Problem, den Anleitungen zu folgen. Übrigens nennt man die Art und Weise wie ich stricke, nämlich indem ich den Arbeitsfaden in der rechten Hand halte und mit einer kleine Bewegung um die Nadel schlinge, anscheinend auch die “französische Stricktechnik”.

Nachdem mich dann die “Sucht” gepackt hatte, habe ich mich im Netz sofort auf die Suche nach einem neuen Modell gemacht und wurde auf der Seite “stricken.de” fündig. Ein Dreieckstuch mit einem einfachen und dennoch interessanten Muster aus rechten und linken Maschen ist nach ein paar Abenden und einem Hörbuch fertig geworden und begleitet mich seither fast jeden Tag.

Man kann ja viel über das “Worldwideweb” diskutieren und stänkern, doch für Handarbeitsfreaks wie mich ist es eine wahre Fundgrube für Anleitungen und Inspirationen. Auch Schal Nr. 3 habe ich hier entdeckt:

Und zwar auf “Ravelry“, dem Strick- und Häkelanleitungsarchiv “par excellence”. Ich weiß nicht, wieviel Tausend Anleitungen man hier finden kann, aber es sind Unmengen und für Süchtige wie mich ist “Ravelry” fatal, denn man kann Stunden damit verbringen, sich durch all die tollen Modelle zu “scrollen”. Dieses Mal habe ich mir die in der Anleitung für die Stola angegebene Wolle schicken lassen (auch noch so ein Vorteil des www-Netzes). Das Muster entsteht durch Abhebemaschen und die Zunahmen an den Enden indem man aus einer Masche zwei strickt. Diese mir unbekannte Zunahmetechnik fand ich nicht in meinem alten Strickbuch erklärt, doch auch hier wartet “www” mit kleinen Filmchen auf, die jedem, und sei er noch so ungeübt, perfekt erklären wie’s geht.

Stricken macht nicht nur süchtig, es macht auch glücklich und sorgt für Ruhe und Gelassenheit, alles wunderbare Gründe, noch heute mit dem Stricken anzufangen.

Ein paar Anleitungen findet Ihr übrigens auch hier bei “merlanne” unter “Alles gestrickt!“. Viel Spaß beim Nachstricken!

Bevor ich mich für heute verabschiede, muss ich der Ordnung halber noch erwähnen, dass dieser Post Werbung enthält, unbeauftragt und unbezahlt.

Lasst es Euch gutgehen!

Claudine

DIY, Natur

Duftende Lavendel-Fische

Januar 24, 2020

(Dieser Beitrag enthält Werbung in eigener Sache sowie unbeauftragte und unbezahlte Werbung mit Accountverlinkung).

Mmmmh, wie das duftet! Seit Monaten liegt ein kräftiger Lavendelgeruch in der Luft meines Ateliers und Büros. Im Spätsommer habe ich den Lavendel im Garten geerntet und seither liegt hier immer noch ein großer Strauss trockenen Blüten und wartet darauf, in Säckchen oder anderen Behältnisse gefüllt zu werden.

Ein großer Teil des Lavendels wurde schon verarbeitet. Zu jeder Einladung, an jedem Geburtstag oder auch für die Feiertage, ein paar frisch genähte und befüllte Lavendelsäckchen wurden immer verschenkt. Doch es müssen nicht immer nur klassische Säckchen sein, die befüllt werden. Vorletzte Weihnachten hatte ich Weihnachtskugeln aus Filz genäht, bestickt, mit Lavendel gefüllt und als “Weihnachtsgruß” verschickt. Das kam ziemlich gut an.

Im Herbst dieses Jahres kam mir dann die Idee der “Lavendelfische”. Mein Sternzeichen ist “Fisch” und das Meer mein liebster Ort. Da lag es auf der Hand, dass Fische die ideale “merlanne”-Form für die Lavendelsäckchen-Edition 2019 sind.

Im Netz habe ich mir eine Fischform heruntergeladen und auf die gewünschte Größe kopiert. Dieses Modell habe ich dann unterhalb des Kopfes durchgeschnitten, die beiden Teile auf ein Stück Pappe gelegt, an den Schnittflächen jeweils 1 cm Nahtzugabe dazugezeichnet und dann aus der Pappe geschnitten. Das wurden meine Schnittmuster für die Lavendelfische.

Kopf und Rumpf werden in 2-facher Ausführung aus schönen Stoffen ausgeschnitten. Jeweils ein Kopfteil rechts auf rechts auf ein Rumpfteil legen, feststecken und mit 1 cm Nahtzugabe zusammennähen. Auf die Nähte habe ich ein hübsches Band im Jeanslook genäht. Nun braucht Ihr nur noch die beiden Teile rechts auf rechts zu legen, dazwischen eine Schlaufe (hier aus Schnur bzw. Lederband) mit ein paar Handstichen zu befestigen und rundherum mit 1 cm Nahtzugabe zusammenzusteppen. Nicht vergessen, am Bauch eine etwa 3 cm lange Wendeöffnung lassen! Den Fisch auf die rechte Seite wenden, durch die Öffnung mit getrocknetem Lavendel befüllen und mit “unsichtbaren” Stichen die Öffnung per Hand schließen. Wer will, kann noch ein paar passende Knöpfe als Augen aufnähen.

Der Lavendelduft hält monatelang und wenn man die Fische etwas drückt, riecht es einfach herrlich.

(Werbung) Gefallen sie Euch? Nun, obwohl ich schon etliche Duftfische verschenkt habe, sind immer noch welche übrig und die kann man in meinem kleinen Etsy-Shop auch kaufen. Ich freue mich über Euren Besuch.

Habt Ihr auch Lavendel im Garten? Was macht Ihr damit?

So, nun bleibt mir nur noch Euch ein kreatives und schönes Wochenende zu wünschen.

Lasst es Euch gutgehen!

Claudine

P.S. Ihr könnt noch bis zum 31. Januar 2020 Eure Stimme für “merlanne” beim “Blogaward 2020” der Luxemburger Zeitschrift KACHEN abgeben! “merlanne” findet Ihr in der Kategorie “Lifestyle” und ich würde mich unheimlich über Eure Unterstützung freuen. Schon jetzt ein großes Dankeschön an alle, die “merlanne” eine Stimme geschenkt haben.